Sonntagsführung zu Gottlob Berger

Die Besucher werden über die Verbrechen des NS Regimes und die Bemühungen der Zentralen Stelle, sie aufzuklären und prozessreif vorzubereiten, informiert.

Einen Schwerpunkt der Führung wird Frau Elfriede Samo vom Förderverein Zentrale Stelle auf Gottlob Berger legen. Für den Sohn eines Sägewerkbesitzers auf der Ostalb, Lehrer Gottlob Berger, begann 1935 in Stuttgart eine steile SS-Karriere, die ihn binnen zwei Jahren in das Hauptamt des Reichsführers SS Heinrich Himmler führte.

Ob aus der Hitlerjugend oder dem Volksdeutschen Selbstschutz, ob von Freikorps oder völkischen Wehrverbänden zwischen Flandern und dem Kaukasus gelang es ihm, das Millionenheer der Waffen-SS aufzustellen und ihrer vielseitigen Verwendung im Zweiten Weltkrieg zuzuführen. Gegen Kriegsende wurde Berger selbst zum befehlshabenden General; sein letzter Auftrag war die reichsweite Aufstellung des Volkssturms. Berger wurde nach dem Krieg im Wilhelmstraßenprozess (1947-1949) angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er kam jedoch schon 1951 wieder auf freien Fuß.

Eintritt frei, Spenden sind willkommen.

Ort: Schorndorfer Torhaus, Schorndorfer Strasse 60, Ludwigsburg

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