Malyj Trostenez: Das unbekannte Nazi-Todeslager

Malyj Trostenez war der größte Vernichtungsort in Belarus während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944. Zwischen 50.000 und 206.500 Menschen wurden dort getötet und verscharrt, später exhumiert und verbrannt. 1941/42 wurden mehr als 22.000 deutsche Bürger mit jüdischen Wurzeln nach Minsk und Trostenez deportiert, auch aus Württemberg. Sie hatten die Illusion, dass die nationalsozialistische Führung ihnen dort die Möglichkeit geben würde, eine neue Existenz aufzubauen. In Minsk angekommen, wurde die Mehrzahl der Deportierten jedoch sofort getötet und in Gruben verscharrt.

Die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ ist das Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit von Historikern aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien und wurde zuerst 2016 in Hamburg gezeigt. Sie würdigt die Opfer aller Herkunftsländer und bestrebt, Malyj Trostenez als Tat- und Erinnerungsort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.
Träger der Ausstellung sind das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund und Minsk und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Sie wird gefördert durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und das Auswärtige Amt.

Veranstaltet vom Förderverein Zentrale Stelle und dem Staatsarchiv Ludwigsburg

Öffnungszeiten: Mo - Do 9 - 16.30 Uhr, Fr 9 - 15.30 Uhr, Sa, So u. Feiertage geschl. · Eintritt frei

Ort: Staatsarchiv, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg

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