Bürokratische Abziehbilder oder Überzeugungstäter?

Württembergische Landesbedienstete in der NS-Zeit

Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Pyta

In den vergangenen Jahren wurde in einem großen Projekt die Landesverwaltung in Württemberg und Baden während der NS–Zeit untersucht. Gegenstand verschiedener Forschungsarbeiten war unter anderem die Frage, welche Spielräume die Landesverwaltung in dieser Zeit noch hatte und in welcher Weise sie an den NS–Verbrechen beteiligt war. Dabei wurden nicht zuletzt — auch anhand von zahlreichen Akten aus dem Staatsarchiv Ludwigsburg — die Akteure vor Ort in den Blick genommen. Wolfram Pyta, Lehrstuhlinhaber an der Universität Stuttgart und ein durch zahlreiche Publikationen ausgewiesener Kenner der NS–Zeit, gehörte zu denen, die das Projekt auf den Weg gebracht und die wissenschaftlichen Arbeiten betreut hat. Er stellt in seinem Vortrag Ergebnisse der Forschungen vor.

Lange Zeit hat man den in der NS-Zeit weiter existierenden Ländern keine große Beachtung geschenkt. Dabei geriet in Vergessenheit, dass trotz fortschreitender Zentralisierung auch im NS-Staat die Ministerien Württembergs über erhebliche Kompetenzen verfügten und zum Funktionieren des NS - Regimes unerlässlich waren. Der Vortrag widmet sich der Frage, in welchen Politikbereichen württembergische Ministerien eigene Akzente setzen konnten.

Eintritt: 5 Euro € (für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte ermäßigt 3 €)

In Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg

Ort: Staatsarchiv Ludwigsburg, Alleenplatz 3, 71638 Ludwigsburg

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