Zur Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung in Württemberg und Hohenzollern in der NS-Zeit

Der Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb plant ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Die wirtschaftliche Ausplünderung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Württemberg und Hohenzollern“. Das Thema ist in Württemberg noch nicht umfassend erforscht. Einzelne Gedenkstätten oder Initiativen wie Horb, Haigerloch und Tübingen haben dieses Thema auf der lokalen Ebene behandelt. Außerdem haben befreundete Historiker des Verbunds in anderen Kommunen wie Freudental, Bad Mergentheim, Eschenau oder Göppingen gewisse Vorarbeiten geleistet. Die bisherigen unvollständigen lokalen Ergebnisse zeigen die tragende Rolle der Finanzbehörden bei der Ausraubung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger und die Notwendigkeit, eine Gesamtdarstellung für das Land Württemberg-Hohenzollern in der NS-Zeit hinsichtlich des Zusammenwirkens des Reichsfinanzministeriums und des Landesfinanzamts bzw. Oberfinanzpräsidenten mit den lokalen Finanzämtern und den Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung zu erarbeiten. Zu anderen Regionen wie Hessen, Bayern, Hamburg und Thüringen liegen wichtige Forschungsstudien und Ausstellungsergebnisse vor.

Dr. Martin Ulmer, Geschäftsführer des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb, zugleich Initiator des Forschungs- und Ausstellungsprojektes, wird mit einem Vortrag einführen.

In Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg

Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €)

Ort: Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg

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