Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag - fällt leider aus!

Veranstaltung fällt leider aus!

Die Geschichte der internationalen Strafjustiz ist auch die Geschichte einer Emanzipation – des Rechts von der Macht. Als der UN-Sicherheitsrat in den 1990-er Jahren erstmals Kriegsverbrechertribunale schuf, für Jugoslawien und Ruanda, da achtete das Gremium noch sehr darauf, nichts von seiner Macht aus der Hand zu geben. Der Sicherheitsrat schuf die Kriegsverbrechertribunale als vollständig untergeordnete Einrichtungen. Er wählte Richter und Ankläger aus und behielt so Einfluss bis hin zur Möglichkeit, diese Tribunale jederzeit wieder zu schließen.

1998 kam die Zeitenwende. Der Internationale Strafgerichtshof (International Criminal Court, ICC), der 1998 auf einer Staatenkonferenz in Rom gegründet wurde, wurde als unabhängige Institution ins Leben gerufen. Er steht außerhalb des UN-Gefüges. Den Staaten steht es frei, ihm beizutreten. Als im Sommer 2000 eine kritische Masse von 60 Ländern erreicht war, die das sogenannte Rom-Statut ratifiziert hatten, nahm der Gerichtshof in Den Haag seine Arbeit auf.

Der Internationale Strafgerichtshof ist für die Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zuständig. Er kann allerdings nur Individuen und keine Staaten anklagen. Ihm gehören 18 Richter an, denen ein Präsident vorsitzt. Alle Richter werden in einer geheimen Wahl auf neun Jahre gewählt.

Professor Bertram Schmitt ist derzeit der einzige deutsche Richter am ICC. Er wird aus den Erfahrungen seines Amtes über Aufgaben und Arbeitsweise des ICC berichten.

Im Rahmen der Vortragsreihe 60 Jahre Zentrale Stelle und in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg

Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €)

Ort: Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg

Zurück