Tag der Einsicht

Am 1. Dezember vor 60 Jahren hat die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen ihre Arbeit aufgenommen. Das ist für eine Institution, der von Anfang an ein baldiges Ende vorausgesagt wurde, eine erstaunliche Lebensdauer und ein stolzes Jubiläum.
Das Jubiläum ist auch für den Förderverein Zentrale Stelle ein Anlass zur Freude. Seit seiner Gründung 1996 setzt er sich für die Würdigung der Arbeit der Zentralen Stelle ein. Er unterstützt die Anstrengungen um eine zukunftsfähige Nachfolgeinstitution, wenn die Aufklärung der Taten überlebender Verdächtiger oder Beschuldigterauf natürliche Weise zu Ende geht.
Für den Förderverein war es von Anfang an wichtig, dass ein Archiv die Akten übernimmt, betreut und für die Nutzung bereithält. Für den Förderverein war es ebenso wichtig, dass die Akten durch wissenschaftliche Forschung ausgewertet und deren Erkenntnisse der Wissenschaft wie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Für den Förderverein war es auch wichtig, dass die Akten und die aus den Akten gewonnenen Erkenntnisse der pädagogischen Arbeit zur Verfügung stehen. Dies alles ist nach dem Beschluss des Landtags von Baden-Württemberg durch die Einrichtung der Außenstelle des Bundesarchivs in Ludwigsburg, durch die Einrichtung der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart und durch die Abordnung eines Lehrers zur Arbeit mit Schulklassen an die Zentrale Stelle verwirklicht geworden.

Eintritt frei

Ort: Zentrale Stelle und Schorndorfer Torhaus, Schorndorfer Straße 58 + 60, Ludwigsburg

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