Die Sonderaktion 1005 - oder vom Verschwinden der Massengräber

Als Sonderaktion 1005, auch Aktion 1005 oder Enterdungsaktion, wurde das Exhumieren der Massengräber der zuvor ermordeten jüdischen Bevölkerung und von Kriegsgefangenen sowie die Verbrennung der exhumierten Leichen bezeichnet, die während der Aktion Reinhardt verscharrt worden waren. Die Aktion wurde in den Jahren 1942–1944 unter Leitung des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete vorwiegend in der Ukraine und in Polen durchgeführt. Alle an der Aktion beteiligten Einheiten erhielten die Bezeichnung „Sonderkommando 1005“ bzw. „Leichenkommando“. Die „Sonderkommandos 1005“ erhielten Unterstützung von Einheiten des Sicherheitsdienstes und der Ordnungspolizei.

Andrej Angrick beschäftigt sich als Historiker in zahlreichen Arbeiten mit den Kriegsverbrechen der Wehrmacht und dem Holocaust. So war er unter anderem an der Erarbeitung der neuen Fassung der Wehrmachtsausstellung beteiligt.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen der Ausstellung "Massenerschießungen".

Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €)

 

Ort: Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg

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