Leben - überleben - ausgelöscht

Dienstag, 11. März 2014, 19.00 Uhr
Leben – überleben – ausgelöscht
Die Erfahrungswelt einer Arbeiter- und Bauerngemeinde im Nationalsozialismus
VORTRAG von Elfriede Samo

Münchingen-1938-www

Die Historikerin Elfriede Samo hat beispielhaft untersucht, wie das NS-Regime im Alltag einer Gemeinde des mittleren Neckarraums funktionierte – in Münchingen (das Luftbild aus dem Stadtarchiv Korntal-Münchingen stammt von 1938). Sie berichtet von Protagonisten (jungen Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, die den Schritt in die bewaffnete SA taten) und Antagonisten (einer starken Gruppe der in SPD und KPD organisierten Fabrikarbeiter). Ebenso vom Bürgermeister, der seine materielle Existenz sicherte, indem er sich auf die Diktatur einließ. Und von der Bedeutung des Ortsbauernführers, von Ostarbeitern, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, von den Opfern von Krankenmorden, von Ablieferungsquoten, Lebensmittelmarken und Trauergottesdiensten. Auch die Situation am Ende des Krieges und nach der Niederwerfung des Terrorregimes stellt sie dar.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion, danach die Möglichkeit, bei Hefekranz und Getränk miteinander ins Gespräch zu kommen.

Staatsarchiv ·Arsenalplatz 3, Ludwigsburg
Eintritt 5,- € / 3,- €