Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz

Vortrag:
Blechnazi

Eberhard Reuß:

Hitlers Rennschlachten

Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz


Die Nazis förderten den Rennsport unmittelbar nach der Machtergreifung mit immensen Summen. Die Vorstände der Autofirmen taten das ihre, diesen Geldfluss nie versiegen zu lassen. Grand-Prix-Rennen waren das ideale Vehikel, die vermeintliche deutsche Überlegenheit weltweit zu demonstrieren. Und im Inland galt es, die Massen zu gewinnen. Bernd Rosemeyer, damals neben Max Schmeling das größte Sportidol der Deutschen, war SS-Mitglied, Hermann Lang gehörte der NSDAP an, während Manfred von Brauchitsch und Hans Stuck ihre schon vor 1933 geknüpften Kontakte zu nutzen wussten. Mehr als fünf Jahre rasten die „Silberpfeile“ konkurrenzlos von Sieg zu Sieg: zum letzten Mal am 3. September 1939 in Belgrad, drei Tage nach dem deutschen Überfall auf Polen. „Hitlers Rennschlachten“ ist die bislang einmalige Aufarbeitung eines dunklen Kapitels des deutschen Motorsports mit einem Ausblick auf die bruchlos fortgeführten Karrieren so manches Managers, Funktionärs und Sportidols nach 1945.
Eberhard Reuß, geb. 1957, studierte Geschichte, ist seit mehr als zwanzig Jahren ARD-Journalist. Er produzierte für SWR und ARD zahlreiche Film- und Radio-Features über den Alltag während der NS-Diktatur.

Dienstag, 27. März 2012 · 19 Uhr Staatsarchiv, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg · 5,- € / 3,- €