Keine „Stunde Null“ im Journalismus

Prof. Dr. Bernd Gäbler :
Auch im Journalismus gab es keine „Stunde Null“ – Kontinuität und Bruch in der deutschen Nachkriegs- Publizistik
War „stern“-Gründer Henri Nannen ein Nazi? Warum berichtete ein enger Mitarbeiter von NS-Außenminister Ribbentrop für die „Zeit“ von den Nürnberger Prozessen? Warum fanden SD-Leute Unterschlupf beim „Spiegel“?

Dass die Presse und später das Fernsehen nach 1945 entscheidend zur Demokratisierung beigetragen habe, ist eine Selbststilisierung des deutschen Journalismus. Tatsächlich gab es auch hier große Eliten-Kontinuität. Manches kommt erst jetzt ans Tageslicht. Dabei zeigen sich Muster des Umgangs mit der Vergangenheit: Lügen, Verschleierung, Halbwahrheiten, aber auch echter Bewusstseinswandel gehören dazu.

Dienstag, 1. März 2016 · 19.00 Uhr
Staatsarchiv (Arsenalplatz 3), Ludwigsburg ·
Eintritt: 5 / 3