Die Eskalation der NS-Judenvernichtung 1941/42

Die Eskalation der NS-Judenvernichtung 1941/42

Zwischen Sommer 1941 und den Sommermonaten des Folgejahres eskalierte die nationalsozialistische Judenpolitik zu der Praxis, die heute allgemein als Shoah oder Holocaust bezeichnet wird. Noch in den ersten Wochen des Angriffs auf die Sowjetunion hatten die Einsatzgruppen des Reichssicherheitshauptamts fast ausnahmslos gezielt bestimmte jüdische Männer ermordet. Kurze Zeit später mündete das ursprüngliche Vorgehen im Krieg gegen die Sowjetunion in einem nie gekannten Massenmord an der jüdischen Zivilbevölkerung. In den folgenden Monaten weiteten die Nationalsozialisten die Praxis kontinuierlich auf andere Länder aus.
Martin Cüppers, Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, wird auf Grundlage eigener Forschungsergebnisse unterschiedliche Initiativen, ihre Urheber, entscheidende Motive und Faktoren darstellen.