Hans Bayer (Thaddäus Troll) und Hermann Lenz

Prof. Dr. Peter Steinbach:
Hans Bayer alias Thaddäus Troll und Hermann Lenz: Handlungsspielräume zweier Zeitgenossen
Kriegsberichterstatter waren im 2. Weltkrieg immer auch Propagandisten des Rassen- und Weltanschauungskrieges. Sie sollten die Kriegsbegeisterung ihrer Zeitgenossen anfachen und dienten in besonderer Weise dem Regime. Viele der früheren Berichterstatter setzten nach Kriegsende ihre journalistische Tätigkeit fort und beeinflussten auf diese Weise erneut die Wahrnehmung ihrer Zeitgenossen.

Sie standen im Zwielicht und waren zugleich nah an Kriegsverbrechen und nationalsozialistischen Gewaltverbrechen. Die wenigsten waren später in Lager, ihre Rolle zu reflektieren. Dies macht Thaddäus Troll, den ehemaligen Kriegsberichter, zum exemplarischen Fall. „Zwischen den Zeilen“ und „zwischen den Zeilen“ bietet die Beschäftigung mit ihm ein Exempel. Kontrastiert wird seine Haltung mit der des Schriftstellers Hermann Lenz, der in einigen seiner Romane das Dilemma von Opposition und Kooperation beleuchtet hat.

Dienstag, 2. Februar 2016 · 19.00 Uhr
Staatsarchiv (Arsenalplatz 3), Ludwigsburg ·
Eintritt: 5 / 3