NS-Tätern in Südamerika auf der Spur

VORTRAG:
Daniel Stahl:
NS-Tätern in Südamerika auf der Spur und der Fall Klaus Barbie


BRD-Barbie

Wie hatte ein gesuchter NS-Täter so lange unerkannt leben können? Darüber rätselte die Öffentlichkeit seit der Entführung Eichmanns aus Argentinien jedes Mal, wenn wieder ein in NS-Verbrechen verwickelter Justizflüchtiger in Südamerika entdeckt worden war.
Der beklagte Zeitraum wurde immer länger, die Herren, die in Polizeibegleitung den aus Übersee kommenden Flugzeugen entstiegen, immer älter, die Frage blieb die gleiche. Man hätte sie auch anders stellen können: Wie kam es überhaupt dazu, dass trotz Flucht einige der untergetauchten NS-Täter gefunden und vor Gericht gestellt wurden? Daniel Stahl geht in seiner Promotion diesen Fragen nach: Er untersucht die seit dem Kriegsende stattgefundenen Bemühungen, nach Südamerika geflohene NS-Täter vor Gericht zu bringen. Dabei eignet sich der Fall Barbie wie kein anderer für eine exemplarische Annäherung.

Dienstag, 10. Mai 2011 · 19 Uhr · Staatsarchiv, Arsenalplatz 3, Ludwigsburg