Vortrag „Gruppenbezogene Menschlichkeit“

Dienstag, 6. Mai 2014, 19.00 Uhr
Rechtsextremismus – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Kriminalpolizeiliche Perspektiven und Präventionsmöglichkeiten

VORTRAG von Martin Länge

„Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist ein Begriff der Sozialwissenschaft, die Ursachen und Wirkungen von Rassismus, Rechtsextremismus, Diskriminierung und Sozialdarwinismus untersucht. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit setzt sich aus Vorurteilen gegenüber einer Reihe ganz unterschiedlicher Gruppen zusammen, deren Gleichwertigkeit und Unversehrtheit dabei in Frage gestellt wird. Gemeinsamer Kern ist dabei eine Ideologie der Ungleichwertigkeit.
Wenn solche Vorurteile und Haltungen in strafbarem Verhalten münden, spricht man von „Politisch motivierter Kriminalität“. Wie sich dies dann in der polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Baden Württemberg und dem Kreis Ludwigsburg liest, welche Fälle sich hinter diesen Zahlen verbergen, wird durch Martin Länge, Referent für die Prävention politisch motivierter Kriminalität beim Landeskriminalamt Baden Württemberg, erläutert. Er geht dabei auch der Frage nach, welche Interventions- und Präventionsansätze die Polizei verfolgt und zeigt anhand verschiedener Beispiele auf, wie sie sich gemeinsam mit anderen behördlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in überregionale und kommunale Präventionsnetzwerke einbringt.
Mit praktischen Beispielen wird auch aufgezeigt, ob und inwiefern beispielsweise Kleidungsstil oder Bekleidungsmarken, Sprache oder Schreibstil oder Verwendung von bestimmten Codes Rückschlüsse auf eine rechtsextreme Haltung zulassen.

Staatsarchiv ·Arsenalplatz 3, Ludwigsburg