Ausstellung „Was damals Recht war…"

Ausstellung „Was damals Recht war“ –
Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
vom 8. Mai bis zum 20. September 2013 im Staatsarchiv Ludwigsburg

Was damals Recht war

Die Ausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der erst im Jahr 2002 erfolgten rechtlichen Rehabilitierung ihrer Opfer: Mindestens 22.000 Menschen wurden während des Zweiten Weltkriegs von Gerichten der Wehrmacht zum Tod verurteilt und hingerichtet, weil sie als Deserteure, „Wehrkraftzersetzer/innen“ oder „Volksschädlinge“ eingestuft wurden, unzählige andere starben in Lagern oder Strafeinheiten.
Die Ausstellung zeigt diese mörderische Praxis der nationalsozialistischen Militärjustiz an aufschlussreichen Einzelfällen. Darüber hinaus werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Dazu gibt es einen Überblick über die deutsche Militärjustiz zwischen 1871 und 1939. Zum Schluss richtet die Ausstellung den Blick auf die Ausgrenzung und Nichtachtung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten.
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16.30 Uhr, Fr 9-15.30 Uhr, So 13.30-16.30 Uhr im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3. Der Eintritt ist frei.
Ausgehend von einer Initiative ihres Beirats und gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag, auch nicht-jüdischer Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, hat die „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ – in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e. V. – diese Wanderausstellung zur NS-Militärjustiz erarbeitet. Das Staatsarchiv Ludwigsburg zeigt sie nun erstmals in unserer Region. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zentrale Stelle und der Volkshochschule Ludwigsburg wurde ein Begleitprogramm zusammengestellt.