Fritz Bauer - Tod auf Raten

Film:

fritz_bauer_plakat

Fritz Bauer – Tod auf Raten
im Anschluss: Publikumsgespräch


Fritz Bauer war wohl der profilierteste Staatsanwalt, den die Bundesrepublik je hatte! Er sah sich als „Jurist aus Freiheitssinn“ und war davon überzeugt, dass der Bürger ein Widerstandsrecht gegen Willkürakte des Staates habe.
Ebenso zielgerichtet, wie Bauer die Verschwörer des 20. Juli ’44 rehabilitierte, hat er wie kein anderer Jurist die Aufhellung und Ahndung der NS-Verbrechen in Gang gesetzt. Als hessischer Generalstaatsanwalt (1956 – 1968) war er der maßgebliche Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse. Und er war einer der Gründerväter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg.
Antisemitische und politische Anfeindungen begleiteten das Leben des jüdischen Schwaben auch in der Bundesrepublik. Die Verabschiedung der Notstandsgesetze und der juristische Trick eines ehemaligen Nazi-Richters zur Beendigung von Ermittlungen gegen die Planer von NS-Verbrechen versetzten ihm schwere Schläge. Am 30. Juni 1968 wurde Fritz Bauer unter nicht geklärten Verhältnissen tot in seiner Wohnung gefunden.
Ilona Ziok montierte aus den Ergebnissen tiefgreifender Archiv-Recherchen und Interviews das packende Portrait eines der bedeutendsten Juristen des 20. Jahrhunderts.

Filmmatinée Sonntag, 25. November 2012 · 11 Uhr Caligari Kino · Seestraße 25 · Ludwigsburg · 7,- € | Eintritt für Studierende der Filmakademie frei | Für Mitglieder des Fördervereins (bitte Einladung mitbringen) 6,- €

In Zusammenarbeit mit der Filmakademie Ludwigsburg, KinoKult e.V., der Volkshochschule Ludwigsburg und der IG Metall Baden-Württemberg